Möchten Sie Ihre Zimmerpflanzen mal im Freien sehen?
Zu Weihnachten den Weihnachtsstern groß wie ein Haus und nicht im Topf?
Vielleicht planen Sie gerade die Erfüllung des Traumes von einem Haus auf den Kanaren, auf La Palma...?
Unter Umständen wissen manche Ihrer Freunde oder Bekannten - oder weiß
man selbst in dem ein oder anderen Reisebüro noch nicht - was denn den
Unterschied zwischen "La Palma" und "Las Palmas" ausmacht... Es ist schon ab und zu vorgekommen, dass Gäste, die einen Sprachkurs mit Unterkunft bei uns gebucht und auch bereits angezahlt haben, Tage später entdeckten, das
Sie nicht auf Mallorca (Palma de Mallorca) oder Gran Canaria (Las
Palmas) landen würden.
La Palma
ist das alternatives Reiseziel auf den
Kanaren für Gäste, die keinen Urlaub von der Stange wünschen, sondern
selbst mitgestalten möchten, wie sie die
schönste Zeit des Jahres verbringen,
ohne in stark touristisch erschlossene Regionen zu geraten, wie
sie da und dort auf den großen Nachbarinseln Gran Canaria, Teneriffa,
Fuerteventura oder auch Lanzarote zu finden sind. Die beiden
bevölkerungsreichsten Städte der Insel, die Hauptstadt Santa Cruz de La
Palma im Osten und Los Llanos im Westen haben je um die 20.000
Einwohner. (Plan anklicken zum Vergrößern.)
Echte Naturliebhaber schätzen den hauptsächlich ruralen Charakter der
Insel, auf der in ländlicher Tradition sogar verschiedenen Früchten von
der Blüte
bis zur Ernte Feste gewidmet werden: so ist zum Beispiel das
Mandelblütenfest in Puntagorda im Norden der Insel ein willkommener
Anlass am Anfang des Jahres, wenn im palmerischen Frühling alles grünt
und blüht, die unzähligen Mandelbäume in ihrer weiß-rosa Pracht zu feiern. Zu Fest San Martin im November werden zum jungem Wein die gerade reif gewordenen Edelkastanien gereicht.
Wer nach La Palma
reist, taucht ein in die landschaftlichen Schönheiten und klimatischen
Gegebenheiten der Insel ohne sich ausschließlich nur nach touristischer
Infrastruktur im Sinne der Güte und den Billigst-Preisen von Hotels
inklusive diverser Wellness-Angeboten zu richten. La Palma Besucher
schätzen alternativen Tourismus mit Bedacht auf die Umwelt ohne
Überangebot an Betten. Der Großteil der Gäste auf La Palma reist aus
Deutschland an. Der neue erweiterte Flughafen jedoch verbindet die
"etwas andere" Insel der Kanaren La Palma vermehrt mit Mitteleuropa (Flüge nach La Palma).
Seit Beginn der Wintersaison 2007 steigt die Besucherzahl der Gäste von
den Britischen Inseln. Charterflieger aus London und Manchester landen
jeweils 1x pro Wochen auf La Palma.
Nach
ihrer Ankunft auf La Palma fallen den Urlaubsgästen meist sofort die
zahlreichen Bananenplantagen auf, die das Landschaftsbild der Insel
prägen - seien es Bananenstauden auf terrassierten Grundstücken hinter
rohen Ziegelmauern oder unter hellen Plastikhüllen der dominierenden
Gewächshäuser - was hier wie das größte Landart-Projekt eines bekannten
Verpackungskünstlers aussieht, ist das Werk der zahlreichen
einheimischen Bananenbauern. Sie schützen durch die Mauern und Planen
die nicht sehr tief wurzelnden Bananen-Stauden vor Wind und Stürmen.
Ästhetische
Kriterien spielen da für die Bauern keine Rolle. Durch die
Treibhausatmosphäre in den Gewächshäusern werden außerdem Größe und
Reifung der Bananen zugunsten von mehr und schnellerem Ertrag
beeinflußt. Zur Produktion von einem Kilo Bananen sind mehrere hundert
Liter Wasser notwendig. Dafür wurden kilometerlange Bewässerungssysteme
mit offenen Kanälen gebaut, Rohre verlegt, z.T. durch Felsen gehauen.
Über sie wird Regenwasser aus den Bergen hinunter zu den Plantagen
geleitet. Dort speichern die Bauern ihr Wasser in riesigen runden Tanks
oder Bassins.
Diese
Art von Monokultur, wie man den Bananenanbau auf La Palma durchaus
bezeichnen kann, führt aber selbst auf der grünen, wasserreichen Insel
La Palma von Zeit zu Zeit zu Engpässen in der Bewässerung. Da die
Kosten für Wasser und Löhne auf La Palma teurer sind als in den
mittelamerikanischen Anbaugebieten, wird die kanarische
Bananenproduktion mit EU-Geldern subventioniert. Die Produktion der
Bananen ist hauptsächlich für den Export bestimmt. Jährlich werden etwa
60.000 Tonnen Bananen von La Palma aus verschifft.
Die Bananenbauern sind Mitglieder in Cooperativen, die Verpackung und
Vertrieb organisieren und sich um Bezahlung, Düngemittel,
Schädlingsbekämpfung und Wasserprobleme kümmern.