Fauna der Kanaren - Tiere auf La Palma

Auf den Kanarischen Inseln weist die Fauna vor allem viele Arten von Reptilien und Vögel auf. Unter den rund 50 Vogelarten auf den Kanaren haben sich trotz der Verbindung zum Festland einige endemische Spezies entwickelt: z.B. die Lorbeertaube, die vor allem in den Lorbeerwäldern La Palmas zu finden ist und die Silberhalstaube. Unter den Amphibien und Reptilien der herpetologischen Fauna der Kanaren ist die Kanareneidechse die am häufigsten verbreitete. Es gibt vom Meer bis hinauf zu den Bergen keine für Menschen gefährliche Tiere, wie z.B. Giftschlangen oder Skorpione.

Ziegen-Herde auf La PalmaAuf La Palma findet man abgesehen von den Haustieren, wie Schafen, Rindern und Ziegen sowie eingeführten Mufflons und zahlreichen Wildkaninchen - die zu bestimmten Zeiten mit eigens dafür gezüchteten Hunden gejagt werden - keine weitere Arten größerer Wirbeltiere.

Tiere auf La Palma - Auswahl

Kanareneidechse - Gallotia g. galloti

Kanareneidechse auf La Palma in der SteinmauerIn fast allen Gegenden der Kanarischen Inseln ist die Kanareneidechse anzutreffen. Sie ist neben der Nominatform mit Unterarten vertreten: die Kleine Kanareneidechse "Gallotia caesaris gomerae" auf El Hierro und La Gomera, die Westkanareneidechse "Gallotia galloti palmae" auf Teneriffa und La Palma und die "Gallotia galloti eisentrauti" auf Teneriffa. Die schlanken Weibchen und Jungen der Spezies sind gekennzeichnet durch einen bräunlichen Farbton mit hellen Längsstreifen, die sich vom Kopf über den ganzen Körper ziehen. Etwas größer und kräftiger wirken die Männchen. Sie sind dunkelbraun bis schwarz und haben blaue Flecken seitlich an der Kehle. Sie baden in der Sonne auf warmen Steinmauern, verstecken sich in deren Ritzen oder unter trockenen Blättern, huschen über Lavageröll, Sand, Erde. Verhält man sich ganz ruhig, lassen sich die Kanareneidechsen gut beobachten: beim Fressen, beim Streiten - wobei sie auch spezielle Töne von sich geben. Fühlen sie sich bedroht, werfen sie ihren Schwanz ab - der später wieder nachwächst. Während der natürliche Feind der Eidechse durch das zuckende Schwanzstück von ihr abgelenkt ist, verharrt sie abseits in absoluter Unbeweglichkeit bis die Gefahr vorüber ist. >Bilder von der Kanareneidechse Beispiel: >Systematik Kanareneidechse

Kanarengecko auf La Palma- Tarentola delalandii

Kanaren Gecko - Tarentola delalandii auf La PalmaAuf den Kanaren sind die Tarentolae in fast jedem Haus zu finden. Sie gehören zur Familie der Geckonideae die seit 50 Mio. Jahren die Erde bevölkern - mit bis heute bekannten 97 Gattungen und 1081 Spezies. Auf den Kanaren kommen je nach Insel einige wenige Unterarten vor, die sich v.a durch die Merkmale große Augen und breite Zehen gleichen und durch unterschiedliche Farben - zusätzlich gestreift bis fast transparent - unterscheiden. Sie sind hier vor allem nachts aktiv, geben gelegentlich seltsame Geräusche von sich und fressen verlässlich die Insekten, die sie äußerst flink den Wänden entlang laufend und auf der Zimmerdecke erjagen - letzteres entgegen den Gesetzen der Schwerkraft aber erwiesenermaßen auf Grund atomare Anziehungskräfte. Tagsüber kann man die Mauergeckos manchmal auch draußen entdecken, ganz selten sogar in der Sonne liegend.

Monarchfalter - Danaus plexippus

Monarchfalter, Raupeist ein Tagfalter (Schmetterling) aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). Er hat rötlich bräunliche Flügel mit schwarzen Adern und Rändern, auf denen sich zwei Reihen weißer Punkte befinden. Die Flügelspanne beträgt 10 cm. Mitte bis Ende Juli legen die Weibchen ihre Eier an Blättern und Stängeln der Seidenpflanze oder Monarchwolfsmilch (lat.: Asclepias curassavica) ab. In wenigen Tagen fressen die Raupen diese Pflanze völlig kahl. Dieses Wolfsmilchgewächs enthält Giftstoffe, die Raupen und Falter für ihre Freßfeinde ungenießbar machen. Danach suchen sich die Raupen einen geeigneten Ort - meist auf der Unterseite von Blättern - um sich dort zu verpuppen. Nach ca. 2 Wochen der Verpuppung schlüpft ein neuer Schmetterling. >Bilder vom Monarchfalter in verschiedenen Entwicklungsstadien >zurück zum Botanischen Garten

Meeresfauna

Makrele Meeresfauna auf La Palma

 Die Inseln der Kanaren mitten im Atlantik fallen steil ins Meer ab. Die frischen Gewässer des Kanarenstroms sind extrem tief und sehr artenreich. Die vulkanischen Formationen die unter Wasser vor zu finden sind bieten einer interessanten und farbenprächtigen Meeresfauna Lebensraum und begeisterten Tauchern die besten Tauchgebiete in klaren Gewässern mit großer Sichtweite. Manche Arten der Meeresbewohner sind ihrem Standort treu und treten häufig auf, anderer Spezies sind scheu und wie verschiedene Rochen- Arten schwerer zu sichten, da sie sich geschickt in den Unterwasserhöhlen verstecken oder in Bodennähe tarnen. Die Palette der Meeresbewohner reicht vom Seepferdchen bis hin zum Wal, der sich zusammen mit anderen Meeressäugern, den Delfinen, vor den Kanaren relativ häufig blicken läßt. Dazwischen finden sich auch Hai-Arten, verschiedene Großfische und die Meeresschildkröte.

Sepia Tintenfische KanarenTintenfisch - Sepia
aus der Gruppe der Sepiidae (Echten Tintenfische) hält sich in Bodennähe auf und ist selten alleine. Je kleiner die Tintenfische sind ist, desto stärker ist die Gruppengröße. Wie die meisten anderen Tintenfische besitzen auch die Sepien einen hornigen Schnabel. Um den Mund herum befinden sich zehn Fangarme, die meist relativ kurz sind. Die längeren Tentakel (1 Paar) sind in der Ruhestellung zwischen den restlichen Armen versteckt. Die Sepien sind Lauerjäger und erreichen entsprechend nicht so hohe Geschwindigkeiten wie die Kalmare. Den Hauptantrieb übernimmt ein Flossensaum, welcher als Band um den Körper verläuft und mit wellenartigen Bewegungen für den Vortrieb sorgt.